
Masterclass Expertin Anne Kissling:
Das Ziel sollte eine parallele Skiführung ohne Talstemme mit gutem Kantengrip sein. Dabei werden beide Ski parallel mit leichtem Anheben des Körperschwerpunktes zügig über die Falllinie gebracht. Das Sprunggelenk beugt sich, das Becken und somit das Bein bewegt sich zum Kurvenmittelpunkt. Dadurch erhöhen sich die Kantwinkel der Ski. Der Oberkörper gleicht aus, und das Tempo wird dadurch wunderbar kontrolliert.
Um die optimale Oberkörper-Ausgleichsbewegung zu erreichen und selbst zu kontrollieren, mache immer mal wieder zwischendurch eine Abfahrt, bei der du die Stöcke hoch vor dem Oberkörper hältst. Achte dabei dann darauf, dass sich die Schulter im Kurvenverlauf parallel zur Skistockachse bewegt. So erreichst du automatisch die richtige Position und kannst den Außenski beim Schwung optimal belasten.
Vorher

Links: Außenski stemmt aus, und beide Ski fahren nicht zügig parallel über die Falllinie und aus der Falllinie heraus.
Rechts: Zu viel Belastung auf dem Innenski, die Ski sind zu flach gestellt, der Kantwinkel nicht hoch genug. Dadurch ist keine Tempokontrolle möglich.
Mirja GehNachher

Links: Die Körperachse ist nicht verdreht, der Kantwinkel ist höher und dadurch das Tempo kontrollierter.
Rechts: Parallele Skiführung, synchrone Beinarbeit, das Becken zum Hang, Achsen parallel, und der Oberkörper gleicht aus, der Kopf schaut zum Tal.
Mirja Geh